Ein wolliges Souvenir

Bei meinem Kopenhagenausflug wurde nicht nur gestrickt, es wurde auch ein wenig geshoppt und als wolliges Souvenir kamen fünf kleine Knäuelchen (passenderweise von einer alten dänischen Traditionsmarke) mit nach Hause. Hier macht der Sommer immer mal wieder Pause und so ist aus meinem Sommer der Tops doch nichts geworden, die Zeichen stehen eher auf lange Ärmel. Über meine neuesten langen Ärmel freue ich mich also ganz besonders, denn sie machen mein verstricktes Souvenir zu einem perfekten Ganzjahrespullover.

Eigentlich sollte es ein „Eddie“ (Anleitung von Isabell Kraemer) werden, aber die Maschenprobe passte viel besser zu dem „Line of Shapes“ (Anleitung von Suvi Simola), der auch weit oben auf meiner Wunschliste stand. Den Plan, ihn mit kurzen Ärmeln zu stricken, habe ich angesichts der “Sommerpause” schnell wieder verworfen – und Garn war schließlich auch genug da. Nicht nur, dass ich wie immer reichlich eingekauft hatte, die Knäuel wurden gefühlt beim Stricken auch gar nicht kleiner – der ganze Pullover wiegt gerade einmal 200 Gramm! Die Bio-Merino-Baumwollmischung hat eine Lauflänge von 350 Metern/50 Gramm, ist weich, kuschelig und trotzdem schön „trocken“ im Griff, hat ein sehr gleichmäßiges Maschenbild und eine ganz leicht in sich melierte Tweedoptik. Auch die benötigte Nadelstärke 3 (und 2,5 für die Bündchen) konnte nichts daran ändern, dass ich mich schon beim Stricken in Garn und Pullover verliebt habe – und beim Tragen noch ein bisschen mehr.

Die Anleitung hat mir gut gefallen, ein paar kleine Modifikationen gab es aber doch. Bei Top-down-Anleitungen starte ich nicht gerne gleich mit dem Halsbündchen, lieber stricke ich es nachträglich an und kann so erst einmal anprobieren und die Ausschnittweite noch ein bisschen anpassen. Hier kam noch hinzu, dass sich der Halsausschnitt vorne durch das Lochmuster wellt und das gefiel mir, gerade in Kombination mit dem 1li-1re-Bündchen, nicht so gut. Ich habe den Pullover also mit einer Extra-Runde in glatt rechts begonnen und die Maschen am Halsausschnitt nachher wieder aufgenommen. Im vorderen Lochmusterbereich habe ich in der ersten Runde durch ein paar Zu- und Abnahmen die Wellen ausgeglichen und dann 4 Runden kraus rechts gestrickt – nicht perfekt, aber auf jeden Fall besser.

Eine schöne Erinnerung an mein Kopenhagen-Wochenende…

Die Anleitung: „Line of Shapes“ (Kaufanleitung von Suvi Simola bei Ravelry)
Garnverbrauch: 200 Gramm
Nadelstärke: 3 und 2,5 mm
Mehr Informationen zu Pullover und Garn gibt es auf meiner Projektseite bei Ravelry

Mein Kopenhagen-Souvenir zeige ich bei Maschenfein.

2 thoughts on “Ein wolliges Souvenir”

  • Liebe Gabi,

    Dein Pulli ist wunderschön geworden und das Lochmuster erst. Ich habe erstmalig einen Pulli der von oben gestrickt wird auf den Nadeln, damit tue ich mich noch etwas schwer. Letzten Sommer habe ich erst wieder nach über 20 Jahren mit dem Stricken und häkeln begonnen, früher da gab es immer was zum handarbeiten, aber irgendwann gab es keine gescheiten Wollläden mehr hier in Konstanz und wenn überhaupt, war die Wolle unerschwinglich. Inzwischen, wo es wieder so tolle Blogs gibt mit gestricktem und Onlineshops zum Einkaufenbin ich auch wieder voll dabei, sehr zum Leidwesen meines Geldbeutels, ich könnte sie alle kaufen.

    Liebe Grüße Burgi vom Bodensee

    • Danke für die Komplimente, liebe Burgi, ich bin auch sehr happy mit meinem neuen Pullover. Von oben stricken fand ich erst sehr gewöhnungsbedürftig, wenn aber erstmal die Ärmel abgetrennt sind, dann wird es schnell besser. Weiter viel Spaß beim Stricken – und natürlich auch beim Wolle kaufen 😉

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