Hvide Sande-Top

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Ich stricke mich weiter an der dänische Nordseeküste entlang, nach Sondervig jetzt also Hvide Sande. Das Buch von Susie Haumann war wirklich eine lohnende Investition.

Leider würde mein Hvide Sande-Top, müsste ich ihm denn eine Note geben, gerade mal auf eine “4” kommen – na ja, vielleicht auch auf eine “4+”. Das liegt aber vermutlich auch daran, dass ich mehr oder weniger spontan beschloss, meine Wohnung zu renovieren. Eigentlich war ich abends dann viel zu kaputt zum Stricken, aber ein paar Maschen sollten es dann doch noch sein, und ausgerechnet Halbpatent verzeiht ja nun wirklich keine Schlamperei. Einen ganz fiesen Fehler – und den ausgerechnet im Vorderteil, habe ich leider viel zu spät gesehen. Ja klar, ich hätte noch ribbeln können, aber mit dem ribbeln wollen war es dann so eine Sache. Jetzt ärgere ich mich ein bisschen, hoffe aber darauf, dass die seltsamen Maschen mit einem dunklen Top darunter nicht so auffallen.

Ein paar Modifikationen habe ich auch vorgenommen, so sah die Raglanlinie mit linken Maschen bei mir gar nicht gut aus und wurde kurzerhand durch eine “normale” Version mit einer rechten Raglanmasche ersetzt. Weil mit der Klapprand des Halsausschnitts so gut gefiel, haben alle anderen Bündchen ihn auch bekommen.

Leider habe ich mal wieder eine deutlich zu große Größe gewählt. Immer habe die Sorge, ein Strickstück könnte viel zu klein werden, dabei ist mir das seit ewigen Zeiten nicht passiert. Nun denke ich darüber nach, das Top eine Runde im Wäschestrockner drehen zu lassen… Allerdings wird das an der Überweite der Ärmel wohl auch nichts ändern.

Trotzdem finde ich das Top an sich durchaus tragbar. Vor allem die Farbe gefällt mir sehr, und schön sommerlich ist es auch, passend zum Wetter. Allerdings habe ich jetzt so langsam die Nase voll vom Stricken mit Nadelstärke 2,5.

So ganz konnte ich aber dann doch noch nicht lassen, und habe gleich den dritten “Sommerstrik” angeschlagen (immerhin mit Nadestärke 3). Bei einem Schal muss ich wenigstens nicht über die Größe nachdenken. Und ein bisschen Resteverwertung ist doch auch immer gut.

Allerdings gefiel mir das Muster dann nicht, ich mag es lieber, wenn Schals reversibel sind. Also habe ich ein bisschen getüftelt und das Muster modifiziert. So ist es doch gleich viel besser.

Während ich jetzt also ganz gemütlich diesen Schal vor mich hinstricke und mich dabei noch ein wenig von meiner Renovier-Orgie erhole, denke ich aber schon intensiv über mein nächstes Projekt nach. So eine richtige Idee habe ich noch nicht, aber auf jeden Fall sollte es endlich mal wieder ein bisschen flauschiger sein. Und gerne mit etwas größeren Nadeln…

Mein Hvide Sande-Top

Die Anleitung: Hvide Sande von Susie Haumann aus dem Buch “Strik til Sommer” (nur auf dänisch)
Das Garn: 250 Gramm Isager Bomulin in der Farbe 43 (Moos)
Nadelstärke: 2 mm und 2,5 mm
Größe: L

Mehr dazu hier bei fraustrickt auf Ravelry

Verlinkt beim Freutag, Auf den Nadeln und beim Nadelgeplapper von Frau Karminrot

4 Kommentare zu „Hvide Sande-Top“

  1. Hallo Gabi,
    oh, ich bin auch Jemand der ständig an so Fehlern herum macht, während es anderen immr gar nicht auffällt. Vielleicht ist es bei Dir genauso und Du machst Dir ganz unnötig Gedanken. *G*
    Dein Schal gefällt mir gut, von den Farben und dem Muster, das wird ein schönes Stück:
    Liebe Grüße zu Dir
    Manu

  2. Oh weh, was für ein blöder Fehler. Und kribbeln beim Halbpatent ist ja auch nicht gerade eine Freude. So wünsche ich dir, dass der Fehler mit einem dunklen Top darunter wirklich nicht zu sehr auffällt!

    Gruß Marion

  3. 2,5er Nadeln würden mich ja fertig machen!! Aber das Top ist durchaus ein zeitloser Klassiker. Ich finde die Überweite nicht schlimm, grade im Sommer ist es ja ganz angenehm, wenn Oberteile etwas luftiger sitzen. Und auf dem Tragefoto sieht es so aus, als ob es genau so gewollt wäre.
    Liebe Grüße
    Ute

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