War früher mehr Lametta?

Der gute alte Loriot. Weihnachten bei Familie Hoppenstedt gehört zu den Dingen, die ich mir immer wieder ansehen kann. Genau mein Humor. Aber mal ehrlich, war früher denn mehr Lametta? Nun ja, angesichts der Gesamtsituation ist in diesem Jahr jedenfalls ganz besonders wenig Lametta.

So richtig echtes Lametta gab es in meiner Kindheit und Jugend eigentlich nur am Weihnachtsbaum meiner Großeltern. Der wartete, üppig geschmückt und behängt mit Zuckerkringeln und natürlich mit ganz viel Glitzerfäden, auf unseren weihnachtlichen Besuch. Später bekam ich dann mal mit, dass meine sparsame Großmama die Lamettafäden pünktlich am 6. Januar sorgfältig abnahm und aufbewahrte, bis sie dann am nächsten Weihnachtsfest – vorsichtig gebügelt – wieder ihren glänzenden Einsatz hatten.

Bei mir zu Hause war Lametta umstritten. Ich erinnere mich nur an einen einzigen goldbehängten Weihnachtsbaum, als dann aber Reste von Lamettafäden noch Monate nach dem Fest an den unmöglichsten Stellen auftauchten, kühlte die Begeisterung ganz schnell ab und die Frage “Was haltet Ihr dieses Jahr mal wieder von Lametta am Weihnachtsbaum?” wurde eher eine augenzwinkernde Weihnachtstradition. Ohnehin war schon in meiner Kindheit und Jugend in meiner Familie die Dänemark-Liebe groß und wir alle waren große Freunde des klaren skandinavischen Stils.

Und damit komme ich jetzt auch endlich zu meinen Engelchen. Die sind auch schön schlicht. Und vor allem sind sie ein absolut anfängertaugliches (aber nicht weniger niedliches) Projekt für die Teilnehmerinnen der Strickkurse, die ich seit Kurzem gebe. Weil nur ein paar Gramm Garn gebraucht werden, sind sie außerdem ein perfektes Resteprojekt.

Ein Engel besteht aus einem Quadrat, einem Rechteck und einer Holzkugel. Gestrickt habe ich verschiedene Versionen in Perlmuster, Rippenmuster und Vollpatent, wobei die Perlmuster-Engelchen besonders gut ankamen und schon vielfach gestrickt wurden. Besonders gut gefallen sie mir aus flauschigem Garn, Kid-Mohair zweifädig funktioniert zum Beispiel auch ganz wunderbar.

Die Engelchen sind ca. 8×14 Zentimetern groß (ohne Kopf gemessen), die Holzkugel hat einen Durchmesser von 3 Zentimetern. Die Größe ergab sich übrigens allein daraus, dass ich nur Holzkugeln in dieser Größe zur Hand hatte. Da die Grundformen aus einem Quadrat und einem Rechteck in halber Quadratgröße bestehen, lässt sich das Engel-Format aber auch einfach an kleinere Kugeln anpassen. Wer die Engel nachmachen möchte: Die kostenlose Anleitung gibt es hier zum Download.

Verlinkt mit dem Freutag

6 Kommentare zu „War früher mehr Lametta?“

  1. Die Engelchen sind ja wirklich total süß. Vielen Dank für die Anleitung. Stimmt, bei meinen Großeltern gab es auch Lametta mit Wiederverwendung. Ich mag es eher schlicht und nach blau-silber wird seit letztem Jahr bei mir alles weiß geschmückt.
    LG und eine schöne Weihnachtszeit
    Ingrid

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