Nach Düsseldorf – der Wolle wegen

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Wenn man trotz 30 Grad im Schatten mehrere Stunden Bahnfahrt auf sich nimmt, dann braucht es schon einen guten Grund. Und dieser Grund war das Wollfestival in Düsseldorf, das nach zwei Jahren Pause endlich wieder stattfinden konnte. Ja, und man muss Wolle schon sehr mögen, um bei diesen Temperaturen zusammen mit vielen Gleichgesinnten geduldig in langen Schlangen darauf zu warten, endlich eingelassen zu werden in ein buntes Woll-Wunderland. So schön es war, endlich mal wieder “normal” unter Leute zu gehen – so viele Menschen war ich nach den letzten Pandemiejahren gar nicht mehr gewohnt. Und so viel Wolle auch nicht. Am Samstag war ich dann auch reichlich überfordert und ein wenig enttäuscht. Ich hatte das Gefühl, von Menschen und Merinogarn regelrecht erschlagen zu werden.

Nichts gegen Merinogarn, stand doch ein Strang Wollmeise Lace ganz oben auf meiner Einkaufsliste. Aber in dem ganzen Gewühl ging die Vielfalt der angebotenen Garne ein wenig unter. Dafür war meine liebe Strickfreundin gleich erfolgreich – so sieht eine glückliche Wollbesitzerin aus!

Wir trafen uns jetzt das zweite Mal in natura – und schön war es wieder! Da sieht man mal, wie ein gemeinsames Hobby verbindet. A propos Hobby, leider wurde auf dem Wollfestival wenig gestrickt und kaum Gestricktes getragen – kein Wunder bei der Hitze. Schade, dass der nächste Wollfestival-Termin auch wieder mitten im Hochsommer liegt, ein paar Wochen später im Jahr wäre das Wetter vielleicht etwas strickfreundlicher. Ein paar unerschrockene Handarbeiter gab es dann doch, unter anderem trotzten die Männer von Maleknitting_Cologne der Hitze.

Glücklicherweise war die schöne Terrasse direkt am Rhein überwiegend schattig, und wer mochte, konnte der Sonne im großen Saal auch ganz aus dem Weg gehen.

Am Sonntag war es dann nicht mehr ganz so voll und es gab genug Gelegenheit, in Ruhe zu stöbern und auch mal einen kleinen Plausch zu halten. Und natürlich war auch Strickprominenz vertreten. Ich habe mich so gefreut, die liebe Nico von Habt.es.fein.strickt zu sehen. Sie ist im wirklichen Leben mindestens genau so sympathisch wie in ihren Videos. Und Frau “Wolliges & Meer” neben ihr gehörte zu den wenigen, die trotz der Hitze etwas Gestricktes trug.

Marina von Wolliges & Meer und Nico von Habt.es.fein.strickt

Natürlich gab es auch nicht nur Merinogarne. Schade war, dass ich erst auf den Stand von Rhool stieß, nachdem meine Taschen schon gut gefüllt waren. Das wunderschöne rustikale Garn der Rheinschafe, dass Frieda gemeinsam mit einer Freundin verarbeitet, könnte ich mir perfekt für eine gemütliche große Strickjacke vorstellen. Weil für eine Jackenmenge kein Platz mehr im Gepäck war, durfte wenigstens ein einzelner Strang für eine Mütze mit, ausnahmsweise in einem wunderschönen Rot. Auch die bunten Mohairstränge von Kiezgarn sind für mich farblich eher ungewöhnlich, aber es war einfach Liebe auf den ersten Blick. Ganz in mein übliches Beuteschema passt dagegen mein Einkauf bei 7Oczek, ein wunderschönes Garn zu einem sehr guten Preis. Dort hätte ich auch noch ganz viel andere schöne Sachen einkaufen können.

Meine Lieblingsstände

Ein wenig Pech hatte ich mit meiner Unterkunft, die nahe den Rheinterrassen sehr zentral mitten in der Altstadt lag, leider konnte ich vor Lärm zwei Nächte lang kein Auge zutun.

Aber schließlich war es auch mein erstes Wollfestival in Düsseldorf. Nächstes Mal würde ich so einiges anders machen. Auf jeden Fall hatte ich eine schöne Zeit mit ganz viel Wolle und lieben Menschen. Und meine Einkäufe können sich sehen lassen.

Tatsächlich habe ich zu jedem Kauf auch schon ein passendes Projekt im Kopf. Gestartet bin ich gleich mit dem schlammgrünen Strang Wollmeise Lace. Der Boxy ist schon seit Jahren auf meiner Wunschliste – was ich dabei aber glatt übersehen habe: er wird von unten nach oben gestrickt… Das fiel mir aber tatsächlich erst auf, nachdem die Anleitung gekauft war. Sehr ungünstig, wenn man nur eine bestimmte Menge Garn zur Verfügung hat und sich nicht ganz sicher ist, wie lang man das Teil eigentlich haben möchte.

Der kleine pelzige Wollfan war da auch keine Hilfe. Ich habe also zähneknirschend die Anleitung umgerechnet und stricke jetzt von oben nach unten.

Aber dazu bald mehr. Nun werde ich mir ein gemütliches Wochenende machen und mich ein bisschen von Düsseldorf erholen.

Verlinkt beim Nadelgeplapper von Frau Karminrot

4 Kommentare zu „Nach Düsseldorf – der Wolle wegen“

  1. Liebe Gabi
    es war so ein super Tag miteinander. Das machen wir unbedingt mal wieder.
    Leider war für eine gemeinsame Strickrunde keine Zeit. Ich könnte mir sicherlich noch vieles bei Dir abgucken. Und natürlich freue ich mich immer noch sehr über dein schönes Geschenk.
    Das Einkaufsnetz ist genial.
    Schön dass Du Dich am zweiten Tag auch reichlich mit Wolligem beglückt hast.
    Grüße aus dem Süden
    Gaby Frbg (Strickfreundin)

    1. Liebe Gaby, ja, es war so schön, dass Du Dich doch zum Düsseldorf-Besuch aufraffen konntest. Und ich freue mich schon auf unser nächstes Treffen – wo auch immer.
      Ganz liebe Grüße aus dem Norden

    1. Danke, liebe Ingrid. Ja, es war eigentlich zu warm für Wolle. Trotzdem war es schön, mal wieder so viele Gleichgesinnte zu treffen. Vielleicht sehen wir uns ja beim nächsten Mal?
      LG von Gabi

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