Grippe und Stricken: Erstaunliche Erkenntnisse und ein neuer Schal

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Ja, mich hat es auch erwischt – Nase zu, Halsweh, Kopfschmerzen und Fieber. Dabei bin ich noch ganz gut davongekommmen. Viele (darunter auch mein Kind) klagten sehr darüber, dass sie nicht einmal lesen konnten, während sie das Bett hüten mussten. Das Bett hütete ich auch, aber lesen konnte ich immerhin – und vor allem konnte ich stricken! Mein Brioche-Schal, über dessen holprige Anfänge ich hier schon geschrieben habe, ist in meiner Krankheitswoche erfreulich gewachsen.

Dass das Stricken im Bett kein Problem ist, das habe ich schon in den letzten Jahren anlässlich meiner Fuß-OPs festgestellt. Aber bei Grippe? Ich fühlte mich richtig krank, das Bett habe ich nur verlassen, wenn es sich gar nicht vermeiden ließ. Herausforderungen an den dumpfen Kopf, beispielsweise das Erstellen von Einkaufslisten für das hilfsbereite Kind oder die Beantwortung von dringenden E-Mails, waren nur mühsam zu bewältigen. Warum nur ging dann das – nicht ganz unkomplizierte Briochemuster – so gut von der Hand? Meine Erkenntnis: Stricken geht offensichtlich (fast) immer und meine interne Strickzentrale muss wohl in einem Bereich untergebracht sein, der für Grippeviren nicht zugänglich ist. Was für ein Glück! So teilten sich meine Krankheitstage (in denen ich eigentlich Urlaub gehabt hätte) in Schlafen, Stricken und Lesen – ein seltener Luxus!

Mit meinem “Grippeschal”, Ingwertee, einem ganz ungewöhnlichen und, wie ich fand, sehr lesenswerten Buch, vielen Taschentüchern und meiner Wärmflasche habe ich die letzte Woche dann schließlich ganz gut überstanden. Das Gleiche wünsche ich auch allen anderen Grippe- und Erkältungskranken.

Und jetzt freue ich mich auf meinen ersten Samstagsplausch bei Frau Karminrot.

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