Aller Anfang …

Nun bin ich eine geübte Strickerin, aber es gibt doch immer wieder echte Herausforderungen – und das war hier der Fall. Der Anfang gestaltete sich mehr als holperig bei diesem schönen Schal. In die Anleitung hatte ich mich ganz spontan verliebt und gleich beschlossen, dass dies mein “Zwischen-den-Tagen”-Projekt werden sollte. In meinem Lieblings-Wollladen gab es sogar das Originalgarn, also konnte es gleich nach den Feiertagen losgehen. So zumindest war der Plan…

Wenn da nicht das Muster gewesen wäre. Dass das ein bisschen kompliziert sein würde, das hatte ich mir schon beim ersten Blick auf die vielen Charts gedacht. Dass aber die vielen verkreuzten Maschen es derartig in sich haben würden, dass war mir anfangs nicht klar, wurde aber ziemlich schnell mehr als offensichtlich – denn der erste Versuch gefiel mir gar nicht. Ribbeln ist bei diesem ungesponnenen Garn keine Option, also habe ich mit einem anderen Garn dann erst einmal die verschiedenen Techniken ausprobiert, wie Maschen verkreuzt werden können. Und da gibt es eine Menge Möglichkeiten, das war mir vorher gar nicht bewusst. Inzwischen habe ich gelernt, dass sogar ein optischer Unterschiede darin besteht, ob man beim Zusammenstricken von zwei Maschen den Faden von oben oder von unten durch die Maschen holt.

Klingt kompliziert – war es auch. Ein bisschen kann man die Unterschiede auf dem Bild schon erkennen, oder? Die Lösung war dann aber schließlich, dass ich es ganz genau so gemacht habe, wie in der Anleitung angegeben. Das hätte ich auch gleich haben können… Aber so habe ich wenigstens noch ein bisschen was gelernt.

Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten lief es dann aber richtig gut. Selbst die umfangreichen Charts und das mehr als empfindliche Garn konnten den Strickspaß nicht bremsen und ich war fast ein wenig traurig, als das Ende abzusehen war.

Nicht nur das Muster, an dem ich mich kaum sattsehen kann, auch das großartige, weiche und flauschige Garn, ganz zu schweigen von dem zarten Grün, ergeben ein ganz besonderes Teil. Interessant ist auch die Form, irgendwie eine Mischung aus Tuch und Schal. Obwohl ich mich glücklicherweise für die kleinere Größe entschieden habe, misst der fertige Schal doch üppige 40 x 240 Zentimeter.

Das ist gar nicht so einfach zu fotografieren, und leider war auch das winterlche Licht nicht besonders gut. Dafür ist es aber gerade so kalt, dass ich mich gleich in meinen neuen Schal einkuscheln kann.

Gaca-Schal

Die Anleitung: GACA SHAWL von Jean-Philippe Cliche (Kaufanleitung bei Ravelry, nur auf Englisch oder Französisch)
gestrickt in der kleineren (worsted) Version
Das Garn: 150 Gramm Wooldreamers Manchelopis in der Farbe Verde, gekauft bei Mylys
Nadelstärke: 5 mm

Meine Projekte sind auch hier zu finden bei Ravelry

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